Die Döngesmühler
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Livemusik aus Hessen
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Hermann JunkTrotz der durch Arbeitslosigkeit bedingten schweren Zeit in den 30er Jahren blieb die Döngesmühler Blaskapelle eine einig zusammengeschweißte Gemeinschaft. In diesem Zeitraum wurde Heinrich Jestädt von Hermann Junk als Dirigent abgelöst. Somit hatte eine neue Ära begonnen, denn er sollte dieses Amt mit Unterbrechung für vier Jahrzehnte begleiten. In der folgenden Zeit unter nationalsozialistischer Herrschaft hätten sich die Musiker über die zahlreichen, im großen Stil stattfindenden, Auftritte freuen können, wären diese nicht gezwungenermaßen unentgeltlich und zur „Ehre des Führers und der Partei“ gewesen. 1. Mai-Feiern und Oktoberumzüge waren von nun an an der Tagesordnung. Die Gruppe musste zu diesen Anlässen gezwungener Maßen und unentgeltlich spielen. Am Sonntag vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sollte der vorerst letzte Auftritt der Döngesmühler stattfinden. „[...] auf diesem Fest lag schon eine unheimliche Ahnung in der Luft, worunter auch die ganze Feststimmung zu leiden hatte.“ Die ersten Mitglieder der Kapelle wurden bereits im Frühjahr 1940 eingezogen. „Das Leben der Kapelle war erlahmt.“ Auch diese Kapelle wurde von Verlusten durch den Krieg nicht verschont. So waren drei gute Musiker im Krieg gefallen sowie einer in russische Gefangenschaft geraten. Die Jahre vergingen und erst 1950 fanden sich wieder 15 Musiker zusammen und wagten einen trägen Neuanfang. Zu dieser Zeit wurde anstelle der Tanzmusik die Jazzmusik bevorzugt und so hatte das Interesse an einer Kapelle wie den Döngesmühlern langsam nachgelassen. Proben wurden nur noch vor Auftritten abgehalten. Des Weiteren spielte bei einigen Musikern das Alter eine nicht unerhebliche Rolle. „[...] andere hatten Beschwerde mit ihrem Gebiss, sodass einige fast nur noch selten in die Probe kamen [...].“ Die Kapelle wurde immer kleiner. 1955 traf ein frischer Wind durch 11 neue Musiker aus Döngesmühle ein. Die Jungmusiker waren sehr engagiert und zeigten großes Interesse an der Musik. Durch ihr Mitwirken war es möglich, dass nach gut einem Jahr wieder die ersten Auftritte in der Öffentlichkeit stattfanden.

Kapelle 1949

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