Die Döngesmühler
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Livemusik aus Hessen
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Eine voll besetzte Pfarrkirche, ein begeistertes Publikum und langanhaltende stehende Ovationen: Mit ihrem Kirchenkonzert bescherten die Döngesmühler den Besucherinnen und Besuchern am 18. Oktober 2026 in der Pfarrkirche St. Goar in Flieden einen ganz besonderen musikalischen Abend.

Schon vor dem ersten Ton lag eine besondere Atmosphäre in der Kirche. Pünktlich zum Glockenschlag zogen die Döngesmühler unter der musikalischen Leitung von Oliver Krah ein und eröffneten den Konzertabend mit der kraftvollen „Fanfare und Intrade“. Was folgte, war eine abwechslungsreiche musikalische Reise durch unterschiedliche Klangwelten – von festlichen Orchesterwerken über gefühlvolle Melodien bis hin zu ausdrucksstarken Gesangseinlagen und beeindruckenden solistischen Beiträgen.

Das Motto „Wo Dank erklingt“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. In ihren charmanten Moderationen führten Tamara Reuß und Stephanie Schmitt durch den Abend und gaben den Zuhörerinnen und Zuhörern interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der einzelnen Werke. Dabei wurde deutlich, dass Dankbarkeit viele Gesichter hat: Sie kann Ausdruck von Freude und Zuversicht sein, Trost und Hoffnung schenken oder an besondere Menschen und gemeinsame Erlebnisse erinnern.

Ein bewegender Moment des Erinnerns

Einer der emotionalsten Momente des Abends war die musikalische Widmung an Edgar Auth. Der aktive Baritonist und langjährige Musikkamerad der Döngesmühler war wenige Tage vor dem Konzert verstorben. Mit persönlichen Worten des Dankes und des Abschieds erinnerten die Musikerinnen und Musiker an ihren Vereinskollegen und die gemeinsame Zeit.

Mit „Näher, mein Gott zu Dir“ erwiesen ihm seine Registerkollegen, unterstützt von der Tuba, die letzte musikalische Ehre. Ein stiller, tief bewegender Moment, der vielen Anwesenden unter die Haut ging und zeigte, wie eng Musik, Gemeinschaft und persönliche Erinnerungen miteinander verbunden sind.

Musikalische Vielfalt auf höchstem Niveau

Im weiteren Verlauf bewies das Orchester eindrucksvoll seine musikalische Bandbreite. Mit „Prelude on Lobe den Herren“ und der Orchesterversion von „Großer Gott, wir loben dich“ standen bekannte Kirchenchoräle in festlichen und klangvollen Bearbeitungen auf dem Programm. Einen ganz anderen Charakter brachte Wolfgang Amadeus Mozarts „Ave verum corpus“ in den Kirchenraum. Mit seiner schlichten Melodie und den außergewöhnlichen Harmonien entfaltete das Werk eine besondere Ruhe und Ausdruckskraft.

Auch „Psalm 148 – Erfreue dich, Himmel“ sowie Ludwig van Beethovens „Die Himmel rühmen“ griffen den Gedanken des Lobpreises auf und ließen die festliche Klangfülle des Orchesters eindrucksvoll zur Geltung kommen. Besinnlicher wurde es bei „Abendmond“, das die bekannten Volksliedmelodien „Abend wird es wieder“ und „Der Mond ist aufgegangen“ miteinander verbindet. Das anspruchsvolle Werk verlangte den Musikerinnen und Musikern ein besonders feinfühliges Zusammenspiel und genaues Aufeinanderhören ab.

Mit „Von guten Mächten“ folgte ein weiterer bewegender Höhepunkt. Das berühmte Gedicht Dietrich Bonhoeffers, das unter schwierigen Umständen im Gefängnis entstand, vermittelt bis heute Hoffnung, Trost und Zuversicht. Gemeinsam mit den Gesangsstimmen erhielt das Werk eine besonders berührende Ausdruckskraft.

Gesang und Solisten setzen besondere Akzente

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzertabends waren die Gesangseinlagen. Sängerin Stephanie Schmitt sowie die Sänger Hubert Elm, Klaus-Dieter Wiegand und Oliver Krah bereicherten das Programm mit ihren ausdrucksstarken Stimmen. Bei „Wo ich auch stehe“, „Von guten Mächten“, „Keiner ist wie du“ und „You Raise Me Up“ verschmolzen Gesang und Orchesterklang zu eindrucksvollen musikalischen Momenten.

Auch die instrumentalen Solisten setzten besondere Glanzpunkte. Bei der gefühlvollen Ballade „The Story“ überzeugten Oliver Krah an der Posaune, Dirk Jestädt an der Trompete, Theresa Schultheis am Altsaxophon und Tamara Reuß an der Querflöte mit ihren individuellen Klangfarben. Das Stück hatte zudem eine ganz persönliche Note: Michael und Tamara Reuß hatten es anlässlich ihrer Hochzeit im vergangenen Jahr gesponsert.

Einen besonderen Blickfang bot anschließend „Highland Cathedral“. Mit seiner majestätischen Melodie entführte das Orchester das Publikum in die Weite der schottischen Highlands. Die beiden Schlagzeuger Moritz Krah und Leo Schleicher sorgten dabei mit ihren solistischen Beiträgen für einen weiteren Höhepunkt und begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Ein Finale, das unter die Haut ging

Den krönenden Abschluss des Konzertprogramms bildete das weltbekannte „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Noch einmal standen die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem Orchester im Mittelpunkt. Die feinfühlige Interpretation, der ausdrucksstarke Gesang und die virtuose musikalische Begleitung sorgten für eine Atmosphäre, die zahlreiche Gänsehautmomente bereithielt.

Der anschließende langanhaltende Applaus und die stehenden Ovationen waren ein überwältigendes Zeichen der Begeisterung. Doch der Abend fand noch einen ganz besonderen gemeinsamen Abschluss: Nach dem Schlusssegen von Pater Mobin waren die Konzertgäste eingeladen, gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern den Choral „Nun danket alle Gott“ zu singen. Ein feierlicher Moment, der das Konzertmotto noch einmal auf eindrucksvolle Weise aufgriff und den musikalischen Abend würdig abrundete.

Dankbarkeit, die verbindet – auch über den Konzertabend hinaus

Im Rahmen der Verabschiedung galt ein besonderer Dank der musikalischen Leitung Oliver Krah und Dirk Jestädt für ihr großes Engagement, die intensive Probenarbeit und die Vorbereitung des Konzertprogramms. Ebenso wurden alle Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger, Solisten sowie die zahlreichen Helferinnen und Helfer gewürdigt, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten.

Besonders erfreulich war auch der Auftritt des musikalischen Nachwuchses. Gleich fünf junge Musikerinnen und Musiker standen erstmals bei einem Konzert in den Reihen der Döngesmühler auf der Bühne: Ann-Sophie Müller an der Querflöte, Nia Auth an der Klarinette, Aaron Geßner an der Trompete sowie Luis Weber und Leo Schleicher am Schlagzeug. Ein schöner Beleg dafür, dass die musikalische Zukunft des Vereins mit viel Engagement und Begeisterung gestaltet wird.

Am Ende blieb nicht nur die Erinnerung an ein musikalisch herausragendes Konzert, sondern auch die Botschaft eines Abends, der seinem Motto mehr als gerecht wurde. Denn Dankbarkeit zeigt sich nicht nur in großen Worten, sondern auch in gemeinsamen Erlebnissen, in Zusammenhalt und in der Musik, die Menschen miteinander verbindet.

Die Döngesmühler bedanken sich von Herzen bei allen Besucherinnen und Besuchern für die voll besetzte Kirche, den überwältigenden Applaus und die große Wertschätzung. Es war ein Abend, an dem Dank nicht nur besungen wurde, sondern auf ganz besondere Weise spürbar war.





Kirchenkonzert 2026
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